24 Stunden in Prag: Wie wir in Tschechiens Hauptstadt voll auf unsere Kosten kommen!

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Für viele Menschen ist der Herbst die richtige Zeit um nochmal in warme Gefilde zu flüchten, bevor der Winter kommt. Gleichzeitig ist er aber auch eine der schönsten Jahreszeiten in Europa – goldenes Laub, das Ende der Hochsaison, dadurch häufig leerere Städte und günstigere Hotels. Die perfekte Zeit also für einen Städtetrip in eine der Metropolen, die im Sommer einfach zu voll sind: Rom, Venedig – oder Prag! Wir haben die tschechische Hauptstadt für euch erkundet und unsere besten Tipps aufgeschrieben!

24 Stunden in Prag

  • 9 – 12 Uhr: Nach einem ausgiebigen Hotelfrühstück (und das ausgiebig solltet ihr ernst nehmen: Prag ist weitläufig, und wir werden viel Energie brauchen!) starten wir unseren Tag am Wenzelsplatz. Hier wacht Landespatron Wenzel über die Stadt, hinter ihm steht das eindrucksvolle – und leider bis 2018 geschlossene – Nationalmuseum. Ein paar Meter weiter können wir die Staatsoper und den Hauptbahnhof betrachten, bevor wir dann vorbei am Hauptumsteigeplatz Mustek in Richtung Altstadt schlendern.

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Am Pulverturm vorbei geht es Richtung Altstädter Ring, wo wir Rathausuhr und Teynkirche bewundern und dann an einem der zahlreichen Stände unser Mittagessen einnehmen.

  • 12 Uhr: Landestypischer Mittagssnack: Sauerkraut mit Spätzle und Prager Schinken an einem der zahlreichen Stände auf dem Altstädter Ring oder drum herum.

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  • 12:30 – 15 Uhr: Wir erkunden die Josefstadt! Die jüdische Geschichte ist ein wichtiger Bestandteil Prags und der Synagogen-Bummel durch die Josefstadt zeigt uns die verschiedensten Aspekte dieser Kultur. Ein Sammelticket, das wir am jüdischen Museum erhalten (unbedingt anschauen!), gewährt uns Zutritt zu fast allen Synagogen. Unser Favorit: Das goldene Innere der Spanischen Synagoge.

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  • 15 – 16 Uhr: Wir spazieren über die Karlsbrücke – mit Sicherheit der meist besuchte Ort der Stadt, aber eben auch extrem beeindruckend und unwahrscheinlich fotogen. Mittlerweile gibt es viele Brücken über die Moldau und sie sind allesamt sehenswert, die 520 Meter lange Karlsbrücke war 400 Jahre lang aber die einzige Verbindung zwischen Altstadt und Kleinseite und hat daher viel Geschichte. Beeindruckend sind auch die Figuren an beiden Seiten – die erste davon war übrigens die 1657 gebaute Kreuzigungsszene.

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  • 16 – 18 Uhr: Zeit, endlich das Burgviertel zu erkunden! Unser Blick wurde schon den ganzen Tag über auf den höchsten Punkt der Kleinseite gelenkt und jetzt wird es Zeit, dass wir der Anziehung nachgeben. Wir biegen also am Ende der Karlsbrücke auf der Kleinseite rechts ab Richtung der Metro-Station Malostranská und nehmen dort links den Fußweg hoch zur Burganlage. Auf dem Weg lassen wir den Blick immer wieder über die Stadt schweifen – tolle Ausblicke sind hier vorprogrammiert!

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Der Hradschin ist übrigens die größte zusammenhängende Burganlage der Welt! Über eine Millionen Touristen besuchen die Burg jedes Jahr, die seit 1918 Sitz des tschechischen Staatspräsidenten ist. Täglich um 12 Uhr kann man hier die Große Wachablösung beobachten – viel spannender finden wir aber das Innere der Burganlage. Und da wir uns am Nachmittag quasi von hinten heranpirschen haben wir einen großen Vorteil: Ab 17 Uhr (im Winter ab 16 Uhr) können wir das berühmte Goldene Gässchen, in dem einst auch Franz Kafka lebte, umsonst besuchen, statt tagsüber Eintritt zu bezahlen! Bis zur Schließung der Burganlage um 23 beziehungsweise 24 Uhr spazieren wir danach außerdem durch die fast menschenleeren Höfe, statt uns hier vormittags in eine lange Schlange anzustellen. Unser Favorit: Der St. Veits Dom mit seiner riesigen Fensterrosette an der Westseite.

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  • 18:30 Uhr: Nachdem wir den Sonnenuntergang vom Burgviertel aus beobachtet haben (ein sensationeller Blick über die Dächer der Stadt ist garantiert!) kehren wir in einem der traditionellen Gasthäuser auf der Kleinseite ein, um bei einer deftigen Gulaschsuppe aus dem Brotlaib oder anderen Spezialitäten der böhmischen Küche Kräfte zu sammeln. Immer dabei: Ein tschechisches Bier! Die Prager sind stolz auf ihr Pivo, und das zurecht.

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  • 20 Uhr: Das Nachtleben erkunden! Wer mag geht in eine der zahlreichen Aufführungen in der Staatsoper oder dem Nationaltheater – oder, für einen Besuch im legendären Schwarzen Theater, in die Laterna Magika. Auch dem Ruf als Jazzmetropole Europas wird Prag bis heute gerecht, und man muss sich nur ein bisschen umhören (oder die Prager Zeitung lesen) um zu wissen, wo am gewünschten Abend ein Livekonzert stattfindet. Wir ziehen einen klassischen Prager Kneipenabend vor und empfehlen dafür das ehemalige Arbeiterviertel Žižkov. Dort reiht sich eine Szenebar an die andere – am besten fragt man einen sympathischen Prager, wo aktuell am meisten los ist.

So oder so: 24 Stunden in Prag gehen viel zu schnell vorbei!


LISAVon Lisa Mattis, uberding

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Über den Author

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2007 gegründet schreibt das Team von Uberding rund um Mia Bühler, Kopf der ubercrew und Gründerin, für Menschen die gerne reisen, noch lieber genießen und anschließend darüber reden wollen, was sie erlebt haben. Menschen, die sich für Mode ebenso interessieren wie für die neusten Technik-Gimmicks oder das leckerste Lifestyle-Getränk. Menschen, die Wert auf hohe Qualität in allen Lebensbereichen legen, sei es das neue Auto oder der neue Turnschuh.

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