Kochen und Essen wie in Thailand – Fernweh und Urlaubserinnerungen auf dem Teller

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Egal, ob Du Dich aufmachst den Winter mit einer Reise nach Thailand zu verkürzen oder nicht: Ich nehme Dich heute mit zu einem kleinen kulinarischen Urlaub nach Thailand.

Das ist ja auch nicht weiter schwer, denn Thai-Restaurants gibt’s in jeder größeren Stadt genauso wie asiatische Supermärkte. So kann man die Reise nach Thailand zur Not auch in die eigene Küche verlegen und in Urlaubserinnerungen schwelgen oder neue Pläne schmieden.

Kochen und Essen in großer Runde

Essen ist in Thailand der Kern des gesellschaftlichen Lebens, zumal die Thais nicht gern allein essen. Je mehr Gäste am Tisch sitzen desto besser. Anders als bei uns teilt man sich in Thailand die verschiedenen Gerichte, die aufgetischt werden. Die Gäste sitzen am Boden oder auf niedrigen Sofas. Das kann für die Langnasen und Langbeine durchaus unbequem sein, wenn man dann auch noch die wichtige Regel der Höflichkeit beherzigt, dass die Füße immer von den Gästen und dem Essen wegzeigen müssen.

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Schlaraffenland Thailand

Die Thailändische Küche ist sicher die variantenreichste in ganz Asien. Dank des tropischen Klimas gedeiht in Thailand ein unglaublicher Zutatenbazar. Da geht es los bei den Früchten, die schon pur perfekt sind: reife Mangos, saftigsüße Ananas, direkt von der Pflanze geschnitten, Papaya, Bananen, Limetten, dann die Kokosnüsse natürlich und nicht zu vergessen die königliche Durian. Wir Europäer sagen auch Stinkfrucht zu ihr. Kennt ihr die? Sie ist weder schön mit ihren großen, dicken Stacheln, und sie stinkt geschlossen bestialisch. Diese Frucht soll sehr gesund sein und aphrodisierende Kräfte haben… laut der Thais muss man daher so klug sein, sich von Aussehen und Gestank nicht abschrecken zu lassen. Ich überlasse Euch das Experiment!

Durian

Aber zurück zum Schlaraffenland Thailand: Das ganze Jahr über gibt es überwältigend farbenfrohe große Gemüsemärkte mit frischen Kräutern wie Thaibasilikum und Koriander, Pfeffern, Gemüsen wie Auberginen in vielen Größen, Farben und Formen, und vielen feinen Fischen und Meeresfrüchten. Auch Fleisch von Huhn, Schwein und Rind kommen in Thailand gerne klein geschnitten in ein Gericht. Beeinflusst wurde die Thaiküche auch von anderen Ländern der Region und sogar von den Kolonialmächten des Westens, die zum Beispiel erst die Chilischoten nach Thailand brachten. Gut gemacht, denn was wäre Thailand heute ohne Chili?

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Ja und dazu gibt’s meistens Reis! Traditionell wurde der Reis in Bananenblättern gedämpft, doch heute ist der „Thermonix der Thais“, der Reiskocher, omnipräsent. Reis sollte entweder nach Jasmin duftend locker leicht sein oder ordentlich kleben, da am Land das Essen mit der rechten Hand immer noch normal ist. Gerne verwenden die Thais auch Reisnudeln wie in dem Klassiker Pad Thai oder stellen Glasnudeln aus Mungobohnenmehl her. Die kann man dann mit Stäbchen aus der Suppe fischen und darf genüsslich schlürfen.

Allein die wenigen Zutaten der Thaiküche, die ich hier gerade genannt habe in unterschiedlicher Kombination und mal gebraten, mal gedämpft oder im Curry gegart, lassen die Vielseitigkeit der Thaiküche erahnen.

Garküchen – Fastfood vom Feinsten

Von wegen 3 Mahlzeiten am Tag. Die Thais haben sich dem Genuss verschrieben, was bei der leichten Küche ja auch ohne schlechtes Gewissen gut geht. In Thailand ist es Gang und Gebe sich im Laufe des Tages den ein oder anderen Snack auf der Straße zu kaufen und auch gleich neben der Garküche zu verspeisen.

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Die kleinen Garküchen bieten einen sagenhaften Variantenreichtum. Es duftet jeden Meter ein bisschen anders. Da stehen kleine Grillplätze für Spießchen, große Schalen mit bunten Nudelgerichten, Curries in allen Schärfegraden, phantasievollen Häppchen, Suppen, Frittiertes, Getränke in wundersamen Leuchtfarben in kleinen Plastikbeuteln… Oft laufen auch Menschen mit Körben herum und verkaufen direkt aus ihren mobilen Mini-Läden Snacks wie z.B. gebackene Erdnüsse, Pomelo oder unreife (!) Mango mit Chilizucker. Nur Mut – probiert es aus.

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Spaß auf dem Teller: Life Woks!

Wenn ich Sehnsucht nach Thailand bekomme, brauch ich dringend eine Riesenportion Pad Thai (Fried Noodels). Das hilft dann für einen Moment.

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Darum habe ich hier mein Lieblingsrezepte von einer Freundin aus Bangkok für Euch. Viel Spaß dabei!

Rezept für Pad Thai

Wohin zum Thai-Essen?

Habt Ihr Lust auf Thailändisch Essen bekommen? Hier findet hier noch Tipps gute Thai-Restaurants in München, Hamburg und München.

München

Spicery: In Haidhausen, Weißenburger Platz 3, Telefon: 089 67972680

MyThai Kitchen: In Schwabing, Feilitzschstr. 6, Telefon: 089 374 12 900

YUM: Im Zentrum, Utzschneiderstr. 6, Telefon: 089-23230660

Hamburg

Tai Tan Thai: Hafencity, Am Kaiserkai 56, Telefon: 040 4191 9355

ChaCha: Zentrum, Große Bleichen 16, Telefon: 040 822287080

Thai & Tolerance: Wedel, Rosengarten 9, Telefon: 04104 9059220

Berlin

Taleh Thai: Prenzlauer Berg, Käthe-Niederkirchner Str. 14, Telefon: 030 4285 1030

Goodtime: Berlin-Mitte, Hausvogteiplatz 11, Telefon: 030 20 07 48 70

NU: Charlottenburg, Schlüterstr. 55, Telefon: 030 88 70 98 11 (Pad Thai vom Feinsten ☺)

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Über den Author

cocosreisehunger

Reisen und Essen ist für mich die perfekte Verbindung. Meine Lieblingsspielwiese für neue Entdeckungen ist die Welt der Kulinarik bzw. die Kulinarik der Welt. Die Vielfalt der Geschmäcker ist grenzenlos, und das fasziniert mich. Ich liebe es an jedem Ort etwas Neues zu probieren, zu fragen, zu riechen, zu schmecken und Kochbücher zu wälzen. Ich lege Wert auf Qualität von Produkten sowie auf die Leidenschaft derer, die kochen. Das kann auf einer einfachen Berghütte, an einem Streetfood-Stand am Ende Asiens sein, genauso wie in einem hippen Restaurant in einer glitzernden Metropole.

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