Kuba Kulinarisch

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Kuba kulinarisch

Was gibt es heute bei Cocos Reisehunger zu Essen? Kubanisch! Am Strand liegen könnt ihr ja auch ohne mich.

Bevor ihr weiterlest, könnt ihr erstmal ein bisschen Buena Vista Social Club aufdrehen. Die Jungs grooven Euch direkt in die relaxte, sonnige Stimmung Kubas! Auch bei mir tanzen gerade zur Musik die Finger sehr geschmeidig über die Tasten.
Mal sehen, wie der Schmusekurs der USA Kuba verändern wird. Das faszinierende Kleinod in der Karibik sollte man wohl einfach bald besuchen, bevor das Land womöglich seinen Charme verliert.

Jetzt aber ran an die Töpfe!

Kubanische Küche

Pikant, gut gewürzt, viel Gemüse und Obst – ist die Devise in Kubas Küchen. Die Kubaner sind echte Improvisationskünstler am Kochtopf. Kein Wunder, denn einen Lebensmittelgroßhandel wie bei uns gibt es hier nicht, und die politische Lage tut ihr Übriges. Und daher muss kreativ gekocht werden mit dem, was die Insel zu bieten hat: Schwarze Bohnen, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Maniok, Tomaten, Kochbananen, Gurken, Kohl und Karotten köcheln in den Töpfen und bruzzeln in den Pfannen. Avocados, Mangos, Ananas und Salate bereichern die Auswahl.

Fruit and Vegetable Market with mixed tropical locale products, in Havana, Cuba

Fisch gibt es eigentlich kaum. Die Kubaner haben schlichtweg verpasst beim Fischfang mitzufischen. Fisch gehörte nie wirklich zum Speiseplan Kubas. Und heute ist es zu spät die Angel noch professionell auszuwerfen, da das kommerzielle Leerfischen durch Hochseeflotten schon lange seinen Lauf genommen hat. Auch Fleisch gehört nur bedingt zur Alltagsküche der Kubaner und kommt daher eher an besonderen Tagen auf den Tisch.

Im Osten schmeckt Kuba nach Karibik

Wenn im östlichen Kuba gekocht wird, duftet es nach Knoblauch, Zwiebeln, Lorbeer, Oregano, Kreuzkümmel und und und. Da läuft einem an jeder Ecke das Wasser im Munde zusammen. Die Gerichte sind hier stark beeinflusst von der kreolischen Küche, jedoch eindeutig milder als sonst in der Karibik üblich.

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Eine Spezialität im Osten Kubas ist „Ropa Vieja“, eine Art Rindfleischeintopf mit Paprika, Zwiebeln und – wer mag mit Kichererbsen, fleischigen Oliven, Kapern, einem Schuss Limettensaft, etc. Dazu gibt es schwarze Bohnen, Reis und gebratenen Maniok. Das Rindfleisch wird für dieses Gericht so lange geschmort, bis es in dünnen Fransen zart auseinander fällt. Fransen schreibe ich deshalb, weil „Ropa Vieja“ übersetzt „alte Klamotten“ heißt. Das lässt aber nur auf das Aussehen des Fleisches, sicher nicht auf dessen Geschmack schließen.

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Im Westen schmeckt Kubas nach Spanien und China

Die Küche im Westen Kubas ist wie die ganze Insel auch kreolisch beeinflusst. Aber nicht nur das: Hier haben zudem die spanischen Einwanderer ihre Spuren hinterlassen und – auch wenn es erstmal komisch klingen mag – die Chinesen. Mit China pflegt Kuba ja politisch eine besondere Beziehung. Havanna ist daher kulinarisch ein wahrer Meltingpot aus europäischer und kreolischer Küche mit einem Hauch von Fernost.

Eine wichtige Zutat zum Verfeinern von Gerichten im Westen Kubas ist „Alcaparrado“. Diese Würzsauce wird mit grünen Oliven, Kapern, geröstet und gehäuteten roten Paprika, Essig und Öl sowie – speziell in Kuba – mit Rosinen, zubereitet. Davon ein großer Klecks auf alle geschmackvollen, kräftigen Fleischgerichte – und schon schmeckt’s kubanisch

Reis und Bohnen garen hier oft in einem Schwung zusammen in einem Topf. Und im Vergleich zum Osten, knuspern die Kuabner hier gern Frittiertes wie z.B. die mit Hackfleisch gefüllten Kartoffelbällchen, die „Papas Rallenas“. Sie sind in Kuba ebenso beliebt wie in Südamerika.

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Eine beliebte Beilage der kubanischen Küche und gleichzeitig auch hübsch anzusehen sind „Tamales“. In Maisblätter wird eine würzige Paste aus Maisbrei wie ein kleines Päckchen gewickelt und verschnürt und dann in einer Brühe oder Salzwasser gar gekocht. Ausgepackt isst man den recht festen Brei dann mit einer scharfen Sauce oder eben als Beilage zu den zahlreichen Eintöpfen der Insel.

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Essen gehen in Kuba

Weiterhin gibt es in Kuba die staatlich geführten Restaurants. Den Hauch DDR-„Charme“ kann man diesen nicht absprechen.

Die privat geführten, kleinen Restaurants heißen „Paladares“ und reichen von ehemaligen Wohnzimmern bis hin zu professionellen, großen Gasträumen mit großer Küche.

In Kuba sollte man vor allem in sehr kleinen, familiären „Paladares“ bedenken, dass die einheimischen Köche bisher keine Möglichkeit hatten, ihren Kochhorizont in der Gastronomie der großen weiten Welt zu erweitern. Dafür sind jedoch Charme und Gastfreundschaft umso größer, was sicher auch für das Glas Rum gilt, das einfach dazu gehört.

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5 Places to Eat in Havanna:

La Bodeguita del Medio ist das wohl bekannteste Bar-Restaurant in Havanna und dadurch auf jeder To-Go-Liste der Reisenden. Hier gibt’s kubanische Spezialitäten in Form von Essen und Trinken. Inzwischen hat dieses Original aus der Altstadt von Havanna sogar noch weitere Läden unter dem gleichen Namen in anderen Ländern Südamerikas eröffnet.

Das Restaurant La Bodeguita del Medio (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/55591376628464444/)

Das Restaurant La Bodeguita del Medio (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/55591376628464444/)

La Guarida – Wer sich in dieses augenscheinlich etwas brüchige Haus wagt, den erwartet ein unglaubliches Ambiente, das einem schier die Sprache raubt, und dabei mit sehr hochwertigen Speisen aufwartet. Die Sprache findet sich sicher schnell bei dem einem oder anderen Rum-Cocktail wieder…

Das Restaurant La Guardia (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/294071050649861796/)

Das Restaurant La Guardia (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/294071050649861796/)

Paladar Dona Eutemia ist bei Touristen sehr beliebt. Hier bekommt man exzellentes Essen und supergute Mojitos zu fairen Preisen.

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Le Chansonnier ist die Adresse in Havanna für Gäste, die es sich gerne nicht nur gut, sondern immer – oder auch mal – sehr gut gehen lassen wollen. Das Restaurant in der schönen Villa wird ohne Wenn und Aber höchsten Ansprüchen gerecht.

Das Grillrestaurant Paladar La Fontana (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/571183165218830967/)

Das Grillrestaurant Paladar La Fontana (Bild von: https://de.pinterest.com/pin/571183165218830967/)

Paladar La Fontana – Die ganze Nacht kann man sich hier um die Ohren hauen: Das Grillrestaurant mit seiner luftigen, romantischen Terrasse neben dem gemauerten Fischteich verspricht eines angenehmes Abendessen. Kaum schließt gegen Mitternacht das Restaurant, öffnet auch schon die Bar und schließt dann auch Flaschen und Türen erst wieder bei Morgengrauen.

Ab nach Kuba? Hier gehts zu Flug- und Hotelbuchungen. Viel Spaß!

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Über den Author

cocosreisehunger

Reisen und Essen ist für mich die perfekte Verbindung. Meine Lieblingsspielwiese für neue Entdeckungen ist die Welt der Kulinarik bzw. die Kulinarik der Welt. Die Vielfalt der Geschmäcker ist grenzenlos, und das fasziniert mich. Ich liebe es an jedem Ort etwas Neues zu probieren, zu fragen, zu riechen, zu schmecken und Kochbücher zu wälzen. Ich lege Wert auf Qualität von Produkten sowie auf die Leidenschaft derer, die kochen. Das kann auf einer einfachen Berghütte, an einem Streetfood-Stand am Ende Asiens sein, genauso wie in einem hippen Restaurant in einer glitzernden Metropole.

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