We love Kulinarische Kurztrips!

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Nur zum Essen verreisen? Natürlich nicht, bekommen wir doch mittlerweile internationale Küche auch in Deutschlands Großstädten. Und trotzdem: Das Essen ist für viele einer der wichtigsten Bestandteile einer Reise, sagt es doch so viel über eine fremde Kultur, einen neuen Ort und eine bestimmte Zeit in unserem Leben aus! Wir reisen deshalb vielleicht nicht nur um zu essen – aber das Essen ist für viele dennoch ein absoluter Dreh- und Angelpunkt. Nicht nur, dass sich manche einfach keine Reise nach China vorstellen können, schlicht aus der Angst, dort nichts zu essen zu finden – viele von uns wollen zum Beispiel genau deshalb nach Indien, um dort all die verschiedenen Curries auszuprobieren oder lieben nordische Ziele, weil es dort den besten Fisch gibt.

So oder so: Zu jeder Reise gehört es für mich auch dazu, die jeweiligen Nationalgerichte auszuprobieren. Seien es Burger in den USA, Shakshuka in Israel oder gegrillte Heuschrecken mit Avocadocreme in Mexico, dabei kann es nicht zu exotisch sein. Besonders angetan hat es mir persönlich aber seit jeher die arabische Küche – und bei meinem aktuellen Besuch in Jordanien bin ich dabei voll und ganz auf meine Kosten gekommen.

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Ein paar Grundregeln für kulinarische Kurztrips

  • Kaufe ein wie die Locals!

Vor allem auf Reisen mit privatem Wohnsitz wie einer Ferienwohnung oder aber einem Hotelzimmer mit Kochgelegenheit liebe ich es, selbst zu kochen! Auch wer lieber die Restaurantszene erkundet sollte aber trotzdem mal schauen, wie die Locals so einkaufen: Häufig nämlich nicht im Supermarkt, sondern auf dem Markt! Und zumindest ein Picknick mit frischem Obst und Brot vom Markt sollte auf jedem Trip drin sein.

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  • Koche mit den Locals!

In den meisten Städten gibt es mittlerweile diverse Angebote für Kochkurse mit Einheimischen, und die sollte man unbedingt nutzen! Ich habe auf der Reise durch Jordanien gelernt Humus selbst zu machen, Salat zuzubereiten wie die Jordanier und diverse Spezialitäten zuzubereiten. Besonders hat es mir das raffinierte Gericht Ouzi Surar angetan, quasi mit Reis und Fleisch (oder Gemüse) gefüllte Teigtaschen, die auf noch mehr Reise serviert werden.

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  • Probiere alles, zumindest einmal!

Ich fahre schon seit Jahren mit dem Motto „Try everything once“ ziemlich gut. Natürlich darf jeder Ausnahmen machen – bei mir sind es Innereien, die ich komplett ausschließe, und ich werde keinen Vegetarier zum Fleischkonsum überreden – aber nur aus „Ekelfaktor“ oder Unsicherheit ein Gericht abzulehnen wäre super schade! Einfach mal trauen, und sei es nur, um niemanden vor den Kopf zu stoßen – und oft wird man mit einem Feuerwerk im Gaumen überrascht!

  • Benutze die Gewürze der Locals!

Die ganze Welt würzt verschieden. Auch wenn uns einige Gewürze, die zum Beispiel in der arabischen Küche verwendet werden, bekannt vorkommen, werden sie uns doch immer wieder überraschen – Zimt zum Beispiel kennen wir vor allem aus Süßspeisen und zur Weihnachtszeit, in Jordanien enthält fast jedes deftige Gericht eine Spur davon. Lass dich darauf ein und lerne, ganz neu zu genießen!

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  • Nimm die Einladung an den Familienesstisch an!

Die Araber sind ein sehr gastfreundliches Volk. Wenn du also die Gelegenheit hast, bei einer jordanischen Familie zu Hause zu essen, nimm die Einladung unbedingt an – und wundere dich dann nicht, wenn du erstmal der einzige bist, der isst. Als Gastgeber wäre es hier sehr unfreundlich, nicht erstmal sicher zu stellen dass es dir schmeckt und an nichts fehlt, bevor der eigene Hunger gestillt werden darf. Und apropos Hunger: Stell dich darauf ein, hier als Gast stetig über den Hunger hinaus zu essen! Die Portionen sind riesig und mindestens der erste Teller sollte unbedingt komplett aufgegessen werden.

Schalte kurz die Vernunft aus wenn du siehst, welche Mengen an Essen hier auf dem Tisch stehen und am Ende womöglich entsorgt werden. Meist ist das nicht der Fall und die Menschen wissen sehr genau, wie sie mit Essensresten umzugehen haben. Gastfreundschaft steht nun mal ganz oben auf der Manierenliste, und dazu gehört, einen Gast bloß nicht hungrig vom Tisch gehen zu lassen!

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Na, auf den Geschmack gekommen? Ich habe auf dieser Reise jedenfalls wieder einmal gemerkt wie sehr ich Essen aus aller Welt, vor allem aber das arabische Essen, liebe. Und wer weiß: Vielleicht plane ich die nächste Reise tatsächlich mal ganz nach der Landesspezialität. Wie wäre es mit Nasi Goreng in Indonesien oder Tajine in Marokko?!


LISAVon Lisa Mattis, uberding

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Über den Author

uberding

2007 gegründet schreibt das Team von Uberding rund um Mia Bühler, Kopf der ubercrew und Gründerin, für Menschen die gerne reisen, noch lieber genießen und anschließend darüber reden wollen, was sie erlebt haben. Menschen, die sich für Mode ebenso interessieren wie für die neusten Technik-Gimmicks oder das leckerste Lifestyle-Getränk. Menschen, die Wert auf hohe Qualität in allen Lebensbereichen legen, sei es das neue Auto oder der neue Turnschuh.

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