Weinbars in Venedig

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Weinbars in Venedig

Kommt mit zu den Bacari, den Weinbars in Venedig!
Venedig ist ein Magnet, der mit seinem ganzen Charme Touristen aus aller Welt magisch anzieht. Doch gibt es in dieser faszinierenden Stadt fern der gelb-beschilderten Touristenpfade um Rialto Brücke, Markusplatz und Dogenpalast auch ein etwas verstecktes Leben: Das Leben der Venezianer. Wer teilhaben möchte, sollte die bekannten Wege verlassen. Lasst Euch in unscheinbare Gassen treiben und geht einfach mal hinein in eine kleine Bar, ein „Bacaro“. Dort findet Ihr Venedig!

Rialto Bridge at dusk

Bacaro und Ombra

Glasses of white wine

„Ombra“ (oder auch Ombretta) – einen Schatten – bestellt man sich in einer „Bacaro“, einer venezianischen Weinbar. Hinter „Ombra“ verbirgt sich ein kühles Gläschen Wein. Der Name kommt wohl daher, dass früher Wein auf den Plätzen der Stadt von mobilen Karren aus verkauft und ausgeschenkt wurde. Die Weinhändler schoben diese Karren dann immer mit dem Schatten mit, damit der Wein nicht warm wurde. „Ombra“ ist Synonym geworden für Wein und auch das „Schatten-Hopping“ mit Weinglas ist geblieben: „Giro de Ombre“, wie die Venezianer das nennen. Man holt sich also seinen Wein, geht damit auf die Gass’, sucht sich ein schattiges Plätzchen, trifft sich an freien Tagen schon früh mit Freunden, bummelt weiter zur nächsten „Bacaro“, bestellt die nächsten „Ombre“… und die nächsten… bis spät in die Nacht hinein.
Auf die Qualität des Weins wird hier nicht so geachtet. Ein „Ombre“ ist halt ein „Ombre“, kommt oft aus der Literflasche und ist oft ein recht einfacher Tafelwein aus der Region. Wer einen richtig guten Wein trinken will, bestellt am besten nach Blick auf die Karte das Glas seiner Wahl.

 

Spritz, Sprizz oder Veneziano

Toasting . Aperitif Time
Oder lieber einen Spritz? Schließlich kommt der Spritz aus Venedig! Kein Wunder also, dass man ihn in so gut wie allen „Bacari“ genießen kann. Sein Duft und sein strahlendes Rot – das am schönsten ist, wenn es in der untergehenden Abendsonne leuchtet – machen ihn einfach unwiderstehlich. Es gibt verschiedene Rezepturen. Für den echten Spritz, auch Sprizz oder Veneziano genannt, wird stiller Prosecco mit Mineralwasser aufgegossen, dazu kommt ein Schuss Campari oder Aperol, Eiswürfel und eine Scheibe Zitrone. Cincin!

Quick lunch in Venice

Prosecco

Gibt es natürlich auch pur – und auch still! Denn bei Prosecco handelt es sich nicht um eine Rebsorte, sondern um eine Region in der Provinz Treviso, die dem begehrten Wein seinen Namen gibt. Besonders beliebt und bekannt ist allerdings die spritzige Version. Venedig liebt ihn – liegt Prosecco doch gleich nördlich der Stadt. Frisch, elegant und unkompliziert haben sich die glitzernden Bläschen schon seit Jahren ihren Platz auch in unseren Gläsern gesichert. Wer also Lust auf Perlenspaß im Glas hat, kommt in den „Bacari“ auch voll auf seine erfrischenden Kosten.

Bellini

Bellini ist wohl die fruchtigste venezianische Alternative in einer „Bacaro“: püriertes Fruchtfleisch von weißen Pfirsichen wird für Bellinis mit eisgekühltem Prosecco aufgegossen.

Und wenn der kleine Hunger kommt?

Wine bar in italy
Keine Sorge – In den „Bacari“ kann man sich durchschlemmen! Es gibt Kleinigkeiten in allen Variationen – die Venezianer nennen sie „Cicheti“.
Dahinter verbergen sich belegte Panini mit rohem Schinken, Salami oder Käse, Tramezzini, frittierte Gemüse, knusprige Crostini in allen Varianten, gegrillter Tintenfisch, Sardellenröllchen oder Scampi-Spießchen mit Knoblauch und Olivenöl…und vieles mehr. Der Blick in die Auslagen der Theken lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen und statt Abendessen kann man sich ja auch gut bei den Kleinigkeiten durchprobieren. Die Happen bekommt man auf einem kleinen Tellerchen oder auf einer Serviette gereicht, so dass man „Ombre“ und „Cicheti“ mit nach draußen nehmen kann. Die Tradition kommt sicher auch noch von früher, als die Weinhändler noch von ihren mobilen Weinbars aus den Wein ausgeschenkt haben und den Leuten auch Kleinigkeiten zum Essen anboten.
Wer sich in Venedig einem „Giro de Ombre“ hingibt, sollte vielleicht wie Asterix bunte Steine auf den Weg werfen, um wieder zum Hotel zurück zu finden oder nicht zu viele „Ombre“ trinken, kann sich aber auch per Vaporetto nach Hause schippern lassen oder laufen – und bitte dabei nicht am Ende einer Gasse ins Wasser fallen!

Auf geht’s nach Venedig!

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Über den Author

cocosreisehunger

Reisen und Essen ist für mich die perfekte Verbindung. Meine Lieblingsspielwiese für neue Entdeckungen ist die Welt der Kulinarik bzw. die Kulinarik der Welt. Die Vielfalt der Geschmäcker ist grenzenlos, und das fasziniert mich. Ich liebe es an jedem Ort etwas Neues zu probieren, zu fragen, zu riechen, zu schmecken und Kochbücher zu wälzen. Ich lege Wert auf Qualität von Produkten sowie auf die Leidenschaft derer, die kochen. Das kann auf einer einfachen Berghütte, an einem Streetfood-Stand am Ende Asiens sein, genauso wie in einem hippen Restaurant in einer glitzernden Metropole.

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